Toyota entwickelt eine Kartusche, um Wasserstoff tragbar zu machen

Gianluca Riccio

Konzepte, Energie

Wasserstoffkartusche

Ein kartuschenbasiertes System kann Wasserstoff dorthin bringen, wo er benötigt wird, ohne dass eine teure dedizierte Infrastruktur erforderlich ist.

Einer der Nachteile von Wasserstoff als sauberer Energiequelle ist die Infrastruktur. Es scheint extrem teuer zu sein, solch ein extrem brennbares Gas zu transportieren und zu lagern. Mit einem neuen Prototyp einer tragbaren Wasserstoffkartusche erhoffen sich Toyota und sein Schwesterunternehmen Woven Planet eine Lösung: Wie Mehrwegflaschen würden sie an einem dafür vorgesehenen Ort befüllt, transportiert und zurückgegeben, wenn es Zeit ist, sie zu wechseln.

Wasserstoffkartusche

Eine Wasserstoffkartusche bitte

Jede Patrone wäre relativ klein: 40 cm (16 Zoll) lang, 18 cm (7 Zoll) im Durchmesser und etwa 5 Kilo (11 Pfund) schwer. Toyota nennt es „tragbare und erschwingliche Energie“. Mit einer Kartusche lässt sich Wasserstoff ohne Schläuche dorthin bringen, wo Menschen leben, arbeiten und spielen. Austauschbar für einfachen Austausch und schnelles Nachladen".

In seiner Pressemitteilung, gibt das Unternehmen zu, dass der meiste Wasserstoff heute aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, was ihn nicht vollständig grün macht. Er glaubt jedoch, dass es in Zukunft kohlenstoffarm sein kann und dass das kartuschenbasierte System dazu beitragen kann, einige der Infrastrukturherausforderungen zu lösen.

Die Tests

Toyota beabsichtigt, dieses Konzept auf die Probe zu stellen, indem es Tests an verschiedenen Orten durchführt, darunter seine „intelligente Stadt der Zukunft“ Woven City (erinnern Sie sich? Wir haben hier darüber gesprochen). Es sagte auch, dass es an einer kompletten wasserstoffbasierten Lieferkette arbeite, die die Abfallproduktion, den Transport und das Management beschleunigen und vereinfachen soll.

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Woven City, die futuristische Stadt in Japan, in der Toyota mit seinen Technologien experimentiert.

Wofür können diese Patronen verwendet werden?

Für Autos scheint es eine unpraktische Lösung zu sein: hohe Kosten und das Fehlen von Tankstellen. Vielleicht könnte eine Patrone (oder mehr) für Züge oder Sattelauflieger verwendet werden, vielleicht wieder für den Luftverkehr (elektrische Batterien sind viel schwerer).

Toyota behauptet jedoch, dass diese Lösung in erster Linie auf den persönlichen und häuslichen Gebrauch abzielt. Eine Art "Super-Powerbank"? Wir warten auf weitere Einzelheiten.